TU Wien alumni club am 12. Juni 2013 zu Gast bei der Agrana

TU Wien alumni club am 12. Juni 2013 zu Gast bei der Agrana

90 Mitglieder des TU Wien alumni club folgten vergangenen Mittwoch der Einladung von AGRANA zur cont_ACT Veranstaltung  im neuen AGRANA Headquarter. Nach einem mitreißenden Vortrag von Generaldirektor DI Johann Marihart zum Thema: „25 Jahre AGRANA – vom lokalen Unternehmen zum internationalen Konzern“ diskutierten im Anschluss GD DI Johann Marihart, Univ.Prof. DI Dr. Hermann Hofbauer und Associate Prof. DI Dr. Peter Hofmann das zukunftsträchtige Thema: „Bioethanol 2nd Generation – Traum oder Wirklichkeit“.

Die Erkenntnisse der spannenden Diskussion waren durchaus kontroversiell.  Die technischen Voraussetzungen für den Einsatz des Biotreibstoffs  sind gegeben  – bereits Henry Ford Henry konzipierte 1908 sein Ford Modell T auf der Grundlage, dass Agraralkohol der Treibstoff der Zukunft sei. Eine flächendeckende Umsetzung von Bioethanol in der zweiten Generation  scheitert vor allem am wesentlich komplexeren Prozess und der Verfügbarkeit bzw. den hohen Preisen der dafür notwendigen  Rohstoffe,  wie Holz oder  Stroh.

„25 Jahre AGRANA – vom lokalen Unternehmen zum internationalen Konzern“
„AGRANA ist nicht nur die Zuckerseite – wir sind ein Kochrezept!“ so Generaldirektor DI Johann Marihart gleich zu Beginn seines Vortrags. Denn, was viele Konsumenten gar nicht so genau wissen, AGRANA  produziert nicht nur Zuckerprodukte für die weiterverarbeitende Industrie und unter der Marke „Wiener Zucker“ für Endkunden, sondern veredelt agrarische Rohstoffe wie Kartoffeln, Mais und Getreide zu hochwertigen, kundenspezifischen Stärkeprodukten und Bioethanol zum Einsatz als umweltfreundlicher Treibstoff.  Am Vormittag des 12. Juni  eröffnete AGRANA am Standort Pischelsdorf in Niederösterreich eine neue Weizenstärkeanlage mit einem Investitionsvolumen von rund 70 Mio. Euro.  Der dritte Bereich sind hochwertige Fruchtzubereitungen, die für die Molkerei-, Backwaren- und Eiscremeindustrie sowie zu Fruchtsaftkonzentraten verarbeitet werden. Der Umsatz stützt sichauf diese in etwa gleich großen Säulen:  Zucker, Stärke und Frucht.

Seit 2008 produziert Agrana Bioethanol in Pischelsdorf – einer Investion von EUR 125 Mio. Euro stehen 80 Arbeitsplätze und eine deutliche Reduktion der CO² Emissionen gegenüber.  Zur Zukunft der zweiten Generation von Bioethanol mein GD Marihart: „Zuerst werden wir die 1. Generation umsetzen und erfolgreich sein, bevor wir in der zweiten Generation tätig werden. Der Konsument erwartet, dass Biotreibstoff wesentlich günstiger ist, als Benzin. Berücksichtigt man, dass Stroh als Rohstoff alles andere als günstig ist, kann billiges Bioethanol derzeit nicht produziert werden. Über die zweite Generation denkt man vermutlich  erst nach, wenn der Preis für ein Barrel Rohöl $ 200 erreicht.“

Im Anschluss an Vortrag und Podiumsdiskussion nutzten die interessierten TeilnehmerInnen, darunter Frau Rektorin Seidler sowie die Vizerektoren Fröhlich und Prechtl, Dekane, Studiendekane und Professoren der TU Wien sowie  zahlreiche AbsolventInnen und Studierende , die Gelegenheit zum ausführlichen Netzwerken und genossen vor allem den atemberaubenden Ausblick über die Stadt Wien. Impressionen zum Abend finden Sie hier.