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Bulletin – das Absolvent_innenmagazin der TU Wien

Leseprobe aus dem Schwerpunkt

Text: Florian Glöcklhofer
Fotos: TU Wien

Eintopf-Rezept für organische Elektronik

An der TU Wien wurde ein neues Verfahren für die Herstellung von Cyanoarenen entwickelt, die eine wichtige Rolle in der organischen Elektronik spielen.

Cyanoarene bilden eine Materialklasse, die für die organische Elektronik besonders interessant ist. Mit dem neuen Verfahren können diese nun aus relativ einfachen, kommerziell erhältlichen Bestandteilen synthetisiert werden.


Bulletin Dezember 2016
Juni – Dezember

 

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Schwerpunkt: Technische Chemie

Aktuelle Forschungsprojekte der Fakultät für Technische Chemie | 90 Jahre TU Wien alumni club – eine Zeitreise | Alina Absmeier & Thomas Fischer – TU Absolvent_innen im Portrait

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Das Besondere an dem neuen Verfahren ist seine Einfachheit: Es besteht zwar aus zwei verschiedenen Reaktionsschritten, die man aber im selben Reaktor ablaufen lassen kann. Man spricht in diesem Fall von einer sogenannten „Eintopfreaktion“.

In den letzten Jahren wurden immer wieder Computersimulationen und theoretische Arbeiten über Cyanoarene publiziert. Experimentelle Ergebnisse gibt es aber erst recht wenige, weil viele Moleküle dieser Materialklasse bisher nur sehr schwer oder gar nicht hergestellt werden konnten.
„Wir haben lange daran gearbeitet, die richtigen Lösungsmittel und Katalysatoren zu finden“, sagt Florian Glöcklhofer vom Institut für Angewandte Synthesechemie der TU Wien. „Auch die Wahl der richtigen Temperatur spielt eine wichtige Rolle.“ In einer Publikation im Fachjournal „Chemistry – A European Journal“ wurden nun die Ergebnisse präsentiert.

Nun soll untersucht werden, welche Cyanoarene sich für elektronische Anwendungen besonders gut bewähren – vielversprechende Zielmoleküle gibt es in dieser reichhaltigen Materialklasse jedenfalls genug.

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